Kellerdecke selbst dämmen – Anleitung, Material & Kosten

Ein ungedämmter Keller zieht dem Erdgeschoss die Wärme von unten ab – das merkst du an kalten Fußböden. Die Kellerdecke zu dämmen ist eines der einfachsten Dämmprojekte überhaupt: Die Dämmplatten werden von unten an die Decke geklebt. Ohne Gerüst, ohne Dreck in den Wohnräumen, oft an einem Tag erledigt.

Lohnt sich das?

In Ratgebern wird für die Kellerdeckendämmung meist eine Energieersparnis von etwa 5–10 % genannt. Dazu kommt ein deutlich besseres Wohngefühl: Die Fußböden im Erdgeschoss werden wärmer. Weil das Material günstig ist und du alles selbst machen kannst, rechnet sich die Maßnahme schnell.

Welche Dämmplatten?

  • PU-Dämmplatten (WLG 023): dämmen bei gleicher Dicke etwa ein Drittel besser als EPS. Erste Wahl, wenn die Kellerhöhe knapp ist oder Türen und Fenster wenig Platz lassen.
  • EPS-Dämmplatten (WLG 035): die günstige Standardlösung, leicht zu schneiden und zu kleben.

Alle passenden Platten findest du in der Kollektion Kellerdecke dämmen.

Wie dick?

Üblich sind 6 bis 12 cm. Je dicker, desto besser die Wirkung – aber desto niedriger hängt die Decke. Prüfe vorher die Kopffreiheit, Türen, Kellerfenster und Leitungen. Mit PU erreichst du mit 8 cm etwa die Wirkung von 12 cm EPS.

Wichtig: Brandschutz

EPS und PU sind brennbar. In Ein- und Zweifamilienhäusern ist das an der Kellerdecke meist unproblematisch. In Mehrfamilienhäusern, Fluchtwegen oder über Garagen können aber Brandschutzanforderungen gelten – dort sind oft nicht brennbare Dämmstoffe vorgeschrieben. Kläre das im Zweifel vorher mit der Hausverwaltung oder einem Fachbetrieb.

Werkzeug und Zubehör

  • Dämmplattenkleber (mineralischer Klebemörtel oder PU-Klebeschaum)
  • Ggf. Tellerdübel bei nicht tragfähigem Untergrund
  • Dämmstoffmesser oder Fuchsschwanz, Wasserwaage, Zollstock
  • Bei losen Farbschichten: Haftgrund

Schritt für Schritt

  1. Untergrund prüfen: Die Decke muss trocken, sauber und tragfähig sein. Lose Farbe und Putz abkratzen, ggf. Haftgrund auftragen. Feuchte Keller zuerst trockenlegen.
  2. Hindernisse planen: Leuchten, Rohre und Kabel markieren. Lampen ggf. versetzen oder mit Abstandshaltern neu montieren.
  3. Erste Reihe anlegen: In einer Ecke beginnen. Kleber als umlaufenden Randwulst plus einige Batzen in der Mitte aufbringen (bzw. nach Herstellerangabe) und die Platte fest andrücken.
  4. Im Verband verlegen: Die nächsten Reihen um mindestens eine halbe Plattenlänge versetzt kleben – keine Kreuzfugen. Platten dicht stoßen, kein Kleber in die Fugen.
  5. Zuschnitte: Um Rohre und Leitungen herum sauber ausschneiden, Restfugen mit PU-Schaum füllen.
  6. Rand nicht vergessen: Die Dämmung bis an die Außenwände führen. Ideal ist ein etwa 50 cm breiter Streifen an den Außenwänden herunter (Flankendämmung), weil dort Wärmebrücken entstehen.
  7. Rohre dämmen: Heizungs- und Warmwasserleitungen im unbeheizten Keller müssen ohnehin gedämmt sein – gleich mit erledigen.

Materialliste – Beispiel für 50 m² Kellerdecke

Material Menge (ca.) Hinweis
Dämmplatten PU oder EPS ca. 53 m² inkl. 5 % Verschnitt
Dämmplattenkleber nach Herstellerangabe je nach Untergrund
PU-Schaum 1–2 Dosen für Restfugen

Die häufigsten Fehler

  • Feuchten Keller gedämmt – erst die Ursache beheben, sonst droht Schimmel.
  • Kreuzfugen und offene Fugen – Platten immer versetzt und dicht verlegen.
  • Zu dick geplant – Kellertüren gehen nicht mehr auf, Kopffreiheit fehlt.
  • Brandschutz ignoriert – in Mehrfamilienhäusern und über Garagen vorher klären.

Dein Material von Dämmdepot

PU- und EPS-Dämmplatten von Unilin und BACHL bekommst du bei uns zu Abholpreisen – mit 5 % Palettenrabatt und kostenloser Abholung in Fröndenberg (Mo–Fr 9–17:30 Uhr).

→ Dämmplatten für die Kellerdecke ansehen

Hinweis: Diese Anleitung ersetzt keine fachliche Beratung. Bauliche Gegebenheiten sind unterschiedlich – im Zweifel einen Fachbetrieb hinzuziehen und die Verarbeitungshinweise des Kleberherstellers beachten. Die Ausführung erfolgt auf eigene Verantwortung. Stand: Oktober 2026.